Seit knapp zwei Jahren streiten sich Blizzard Entertainment und VALVe um den Markennamen DOTA. VALVe wollte ihn für ihren neuen Spiele-Titel Dota 2 registrieren. Blizzard hingegen wollte dies verhindern, mit der Begründung, dass der Name frei für die Community nutzbar sein sollte. Zudem wollten sie den eigenen Titel Blizzard DOTA herausbringen. Seit ein paar Tagen nun ist der Rechtsstreit außergerichtlich gelöst worden.
Mit der Verpflichtung vom DotA Mod-Entwickler Icefrog Mitte 2010, wollte VALVe offiziell im sogenannten Dota-Genre Fuß fassen. Als Spieltitel ließ man eine verbesserte und eigenständige Version vom beliebtem Warcraft III-Mod DotA (Akronym für Defense of the Ancients) verkünden und ließ entsprechend nur den Namen, ohne Akronym, als Marke registrieren. Doch Blizzard als Rechteinhaber von Warcraft und Riot Games, die das populäre DotA-Prinzip in ihrem eigenem Spiel League of Legends kopiert haben, wollten diesen nicht frei hergeben.
Beide Oppositionen argumentierten zunächst damit, dass der Name frei für die Community zugänglich sein sollte, da diese letztendlich das Spiel sowie das Genre, so populär gemacht hat. Bei Blizzard stellte sich später noch heraus, dass sie mit ihrem eigenem Dota-Titel, Blizzard DOTA, im Rahmen der Starcraft II-Erweiterung HotS auch Werbung machen wollten. Längere Zeit hörte man dann nichts mehr vom diesem Disput und Riot Games zog sich sogar, ohne Begründung, aus dem Rechtsstreit zurück.
Gestern, als das "The International 2012" offiziell von VALVe angekündigt wurde, konnte man auf der Hauptseite lesen, dass sowohl Dota als auch das Dota-Logo zu VALVe gehören und es kamen die ersten Gerüchte in der Community auf, dass VALVe den Rechtsstreit gewonnen hat. Seit ein paar Stunden ist dies auch offiziell, da beide Parteien ihren Rechtsstreit beigelegt haben.
Im Rahmen der Vereinbarung wird Blizzards neuer Titel künftig nur noch Blizzard-Allstars heißen und VALVe darf den Begriff Dota frei nutzen. Weitere Informationen zur Vereinbarung sind nicht bekannt gegeben worden und es sollen auch keine neuen folgen.
Statement von VALVe-Chef Gabe Newell:
"We're pleased that we could come to an agreement with Blizzard without drawing things out in a way that would benefit no one. We both want to focus on the things our fans care about, creating and shipping great games for our communities."
Statement vom Blizzard Vize-Präsidenten für Game Design, Rob Pardo:
"Both Blizzard and Valve recognize that, at the end of the day, players just want to be able to play the games they're looking forward to, so we're happy to come to an agreement that helps both of us stay focused on that."